Unser Führungskompass
Unser Verständnis von Führung
Führung bei der AWO Mittelfranken-Süd bedeutet, Verantwortung mit Haltung und Herz zu übernehmen.
Als Führungskräfte leisten wir aktiv unseren Beitrag, damit unsere Mitarbeitenden mit innerer Zufriedenheit und hoher Qualität ihre Arbeit tun können – zum Wohl der Menschen, die uns anvertraut sind: sie zu beraten, zu begleiten und zu unterstützen.
Wir verstehen Führung als einen Prozess des Aktivierens und Ermöglichens. Wir fördern unsere Mitarbeitenden darin, sich beständig weiterzuentwickeln, Verantwortung zu übernehmen und den Blick stets ganzheitlich auf den nachhaltigen Erfolg unseres Kreisverbands zu richten.
Dieses gemeinsame Verständnis wurde in unserem Führungskompass verankert – dem Ergebnis eines mehrmonatigen Beteiligungsprozesses, an dem sich über 100 Mitarbeitende und Führungskräfte aktiv eingebracht haben. Der Kompass dient uns heute als Orientierung und Leitlinie für gute, wertschätzende und wirksame Führung.
Führung heißt für uns: Vertrauen schaffen, Motivation wecken und gemeinsam Zukunft gestalten.
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Führen in Teilzeit – Geht das?
Im Rahmen des Projekts Rückenwind³ – Mit Rückenwind zum Wandel in der Führungskultur zeigen wir, dass die Antwort darauf ein klares ‚Ja‘ ist. Alina Hartmann, Teamleitung Controlling und Risikomanagement, ist das beste Beispiel dafür, wie moderne Führung heute aussieht. Trotz Schwangerschaft und familiärer Verpflichtungen übernahm sie im April 2025 die Verantwortung für ihr Team und beweist täglich, dass effiziente Führung keine Frage der Vollzeit-Präsenz ist. Im Interview berichtet sie über ihren Weg, die Bedeutung von Vertrauen und warum Vereinbarkeit bei der AWO kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis ist.

Seit wann sind Sie Führungskraft und wie kam es dazu, dass Sie diese Rolle übernommen haben? Was hat Sie dazu motiviert, diesen Schritt zu zu gehen?
„Ich habe die Teamleitung am 1. April 2025 übernommen. Es war eine Phase des Umbruchs: Eine Kollegin ging in Elternzeit, ein anderer Kollege verließ den Kreisverband. Wir haben neue Teammitglieder eingestellt und den Bereich Fuhrpark neu strukturiert. Da ich viel Erfahrung im Controlling und Fuhrparkmanagement mitbrachte, war es für mich ein logischer Schritt, die Einarbeitung der neuen Kollegen zu übernehmen. Meine Hauptmotivation war dabei ganz klar: Ich wollte sicherstellen, dass unsere Prozesse stabil bleiben und alles geregelt weiterläuft.“
Was macht Ihnen in Ihrer (noch) neuen Rolle als Führungskraft besonders Freude? Was motiviert Sie im Alltag?
„Besonders Freude macht mir die Rolle als Mentorin und Ansprechpartnerin. Ich finde es toll, mein Wissen weiterzugeben und dem Team zu zeigen, wie man z.B. Auswertungen effizienter oder einfacher gestalten kann. Zu sehen, dass ich anderen die Arbeit erleichtern kann, motiviert mich jeden Tag aufs Neue.“
Welche Situationen erleben Sie aktuell als besonders herausfordernd? Haben Sie schon erste Tipps oder Herangehensweisen gefunden, die Ihnen im Umgang mit diesen Herausforderungen helfen?
„Die größte Herausforderung ist definitiv der Faktor Zeit. Als Mutter ist mein zeitlicher Rahmen begrenzt, daher müssen Aufgaben innerhalb der Kernzeit fertig werden. Wenn dann dringende Anrufe oder Mails den Tagesplan durcheinanderwirbeln, ist echtes Zeitmanagement gefragt. Ich lerne gerade, meine To- dos noch flexibler zu priorisieren, damit die wichtigsten Themen trotz kleinerer Unterbrechungen rechtzeitig fertig sind.“
Was gefällt Ihnen an der Führungsarbeit im AWO Kreisverband Mittelfranken Süd e.V. besonders? Was finden Sie spannend oder einzigartig?
„Was ich an der AWO sehr schätze, ist das Vertrauen: Trotz meiner Schwangerschaft damals und der damit verbundenen Planungsunsicherheit habe ich die Chance bekommen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Das ist nicht selbstverständlich. Zudem wird die Vereinbarkeit hier wirklich gelebt: Die Möglichkeit auf Homeoffice ist für mich mit zwei kleinen Kindern essenziell. Auch die Unterstützung durch das Rückenwind-Seminar ‚Neu in Führung‘ war ein echter Gewinn für meinen Start.“
Welche Eigenschaften oder Fähigkeiten finden Sie wichtig für Mitarbeitende, die beim AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd e.V. eine Führungsposition übernehmen möchten?
„Zwei Dinge sind entscheidend: Kommunikation und Verständnis. In einem großen Kreisverband wie unserem ist es unerlässlich, sich eng mit anderen Abteilungen abzustimmen. Da aufgrund der Komplexität nicht immer alles sofort rund läuft, braucht man zudem das nötige Verständnis für die Strukturen, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, statt sich von Hürden aufhalten zu lassen.“
Gibt es eine lustige oder überraschende Situation aus Ihrem Führungsalltag, über die Sie heute schmunzeln?
„Es gibt immer wieder Momente in großen Runden, in denen Sätze fallen wie: ‚Ach, die Alina findet das schon raus‘ oder ‚Auf Frau Hartmann ist da Verlass‘. Es überrascht mich jedes Mal positiv und bringt mich zum Schmunzeln, wie sehr meine Priorität – Dinge wirklich bis zum Ende zu klären – auch von anderen wahrgenommen wird. Das ist ein schönes Feedback für meine Arbeitsweise.“
Welche Schwerpunkte haben Sie sich für die kommenden Monate gesetzt, um Ihr Team und Ihre Themen weiter voranzubringen?
„Nachdem wir die neuen Kolleginnen sehr zügig eingearbeitet haben, möchte ich in diesem Jahr tiefer in die inhaltliche Arbeit einsteigen und Fachthemen gemeinsam weiterentwickeln. Außerdem freue ich mich darauf, das Team wieder öfter persönlich vor Ort zu sehen. So effizient Video-Meetings auch sind – der direkte Austausch in Präsenz ist durch nichts zu ersetzen.“
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Tisch-"Kalender"

Mit dem Tisch-"Kalender" haben wir diesen Führungskompass in ein praktisches, alltagstaugliches Format übersetzt. Wöchentliche Reflexionsfragen laden dazu ein, kurz innezuhalten und den eigenen Führungskurs zu überprüfen. Ergänzt werden sie durch Anregungen und Praxisbeispiele von Führungskräften, die den Transfer in den Arbeitsalltag erleichtern.
So begleitet der Tischkalender das ganze Jahr über als kompakter Impulsgeber auf dem Schreibtisch – und hilft dabei, Orientierung zu bewahren, Führung bewusst zu gestalten und gemeinsam Kurs zu halten.
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Dimensionen des Führungskompass
Der Führungskompass gliedert sich in mehrere Dimensionen, die Führungskräfte dabei unterstützen, ihr Handeln bewusst zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Im Fokus stehen das Achten auf sich selbst als Grundlage für gesundes und wirksames Führungshandeln, der Aufbau und die Pflege von Beziehungen in vielfältigen Teams sowie das Geben und Nutzen von Struktur, um verlässliche Rahmenbedingungen für gute Arbeit zu schaffen. Ergänzt werden diese Dimensionen durch eine lösungs- und zukunftsorientierte Haltung, die Veränderung, Beteiligung und konstruktiven Umgang mit Herausforderungen fördert.
Zu jeder Dimension bietet der Führungskompass konkrete Reflexionsfragen, praxisnahe Anregungen und Beispiele aus dem Führungsalltag. So wird Führung nicht nur beschrieben, sondern im Alltag erlebbar und umsetzbar gemacht.

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AWO-Sonderupdate
Wie ist der Führungskompass entstanden, was steckt dahinter und wie geht es im Projekt weiter? In unserem Sonderupdate berichten wir über den gemeinsamen Entwicklungsprozess, die zentralen Inhalte und die begleitenden Angebote rund um den Führungskompass im Kreisverband.
Rückenwind³ - Führung stärken
Das Projekt „Mit Rückenwind zum Wandel in der Führungskultur“ wird im Rahmen des Programms rückenwind³ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.
Warum wir rückenwind³ nutzen.
Unser Projekt „Mit Rückenwind zum Wandel in der Führungskultur“ ist Teil des Förderprogramms rückenwind³, das vom Europäischen Sozialfonds und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird. Der Fokus des Förderprogramms liegt auf Unternehmen der gemeinnützigen Sozialwirtschaft, welche mit ihren Projekten die Sicherung von Fachkräften unterstützen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Führung, da sie maßgeblich die Bindung und Gewinnung von Mitarbeiter*innen beeinflusst.
Was wir erreichen wollen.
Wir nutzen die dreijährige Laufzeit des rückenwind³-Projekts, um die Führungskultur in unserem Kreisverband aktiv zu gestalten. Unser Auftrag ist es, die Leidenschaft für Führung zu wecken und zu bewahren. Wir bieten Orientierung für angehende und erfahrene Führungskräfte, stärken sie und befähigen sie, sich selbst und ihre Teams wirkungsvoll zu führen.
Wer am Projekt beteiligt ist.
Das Projekt wird vom rückenwind³-Team gesteuert, das durch das ESF Plus Programm anteilig gefördert wird. Bei Interesse, Anregungen oder Fragen können Sie uns gerne unter rueckenwind@awo-mfrs.de kontaktieren.
Beim Vorgehen legen wir großen Wert auf die Beteiligung von Führungskräften und Mitarbeiter*innen. Die Perspektiven der Geschäftsbereichs- und Abteilungsleitungen sowie die Erfahrungen aus sieben Piloteinrichtungen fließen aktiv in das Projekt ein. Mitarbeitendenumfragen ermöglichen eine umfassende Beteiligung aller Mitarbeiter*innen.
Was wir inhaltlich machen.
Ein wesentlicher Schritt ist die Entwicklung und Implementierung eines Führungskompasses – ein von allen Ebenen und Bereichen geteiltes Verständnis von Führung. Der Kompass gibt Führungskräften Orientierung und gleichzeitig auch Raum, ihre Führung individuell auszuüben. Darauf aufbauend stellen wir praktisches Handwerkszeug zur Verfügung und vermitteln dies unter anderem durch passgenaue Schulungen und weitere Unterstützungsangebote.
Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt, anderen Projekten im Förderprogramm Rückenwind³ oder auch zum Fördermittelgeber ESF.
Kontakt
AWO Kreisverband Mittelfranken-Süd e. V.
Mirjam Bernad
Reichswaisenhaustraße 1
91126 Schwabach
E-Mail: rueckenwind@awo-mfrs.de








